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Blog einer gewöhnlichen Frau

Formerly known as Blog gegen die RL-Sucht

Mitmachstunde – Spiel mit mir!

In der heutigen Turnstunde beim Eltern-Kind-Turnen sollten die lieben Mamas (und am heutigen Tage zufälligerweise nicht anwesenden Papas, Omas, Opas, Tanten, etc.) über das übliche Maß hinaus richtig mitmachen.

Unser harmloser Stundeneinstieg verlief wie immer. Ab in Jöckers (1,2,3 im) Sauseschritt durch die Halle (die kleinen Geschwisterkinder der älteren Turner der Vorgruppe wollten die Halle plötzlich nicht mehr verlassen…) und dann wie der Wind von einer Seite an die andere gesaust. Es ist schön zu sehen, dass das Rückwärtslaufen inzwischen bei den “alten Hasen” ganz gut klappt.

Danach sah der Stundenentwurf die Offenbarung meines Plans vor. Da aber lauter liebe Mamas bei uns in der Turngruppe sind, verzichtete ich darauf, die Türe zu schließen.

Eröffnet wurde die Mitmachstunde unfreiwillig von meinem überraschend früh anwesenden Ehemann (bei zwei eigenen Kindern in der Gruppe bot es sich in einer Mitmachstunde an, ihn zur Anwesenheit zu nötigen). Sein Handy klingelte…. Spontan änderte ich den Einstieg und fragte in die Runde, ob die Kinder das nicht auch zu Hause nervt. Immer wenn man mal mit Papa und Mama spielen will, kommt irgendwas dazwischen – oft eben das Telefon bzw. eben Handy. Nirgends ist man vor diesem Ding sicher, auch nicht auf dem Spielplatz oder im Freibad, etc.
Also musste dieses Ding erstmal weg. So legte ich unser ausgemustertes Handy auf den Hallenboden und holte eine dicke Weichbodenmatte. Diese ließ ich auf das nervende Gerät fallen. Jetzt war es erstmal weg! (An dieser Stelle ändere ich den echten Stundenverlauf in den geschickteren – ich ließ das Handy nämlich schon jetzt bergen. Mehr Sinn macht es natürlich am Ende der Stunde).

Dann ging es los. Zu “Spiel mal was mit mir” (CD Maeuse-Fanten Pop V.1 Ab 3) durften die Kinder erstmal auf Mamas Beinen fliegen. Dazu lagen die Mütter auf dem Rücken, stellten die Fußsohlen gegen den Bauch (idealerweise unterhalb des Magens) der Kinder, fassten sie auf die Hände und streckten dann die Beine zur Decke hin aus (Kinder lagen dann parallel zum Boden auf dem Fußsohlen der Mutter in der Luft).
Anschließend durften die Kinder mal auf den Mamas reiten und wir machten eine Runde auf allen vieren. Auf den Einwurf einer Mutter, dies würde ja so ewig dauern erhöhten wir das Tempo…
Zu guter Letzt rollten wir noch mit unserem Nachwuchs über den Boden.
Obwohl wir vom Inhalt des Liedes nichts mitbekamen (um ehrlich zu sein, war der auch völlig irrelevant), hörte doch jeder dessen Ende, denn es kündigte auch das Ende des “Vorabspiels” an.

Nun ging es auf der Eisenbahn zum Turnen.

Stationen gab es diesmal mehr, wobei die Laufstation sich irgendwie einfach in Luft auflöste, was selbst mir es nach der Stunde auffiel. Sie hätte aus mehreren Pylonen bestehen sollen, die einen Laufparcours markieren. Die Mütter sollten ihre Kinder auf ihre eigenen Füße Stellen und dann mit ihnen den Parcours ablaufen. Vermutlich haben unsere Miniturner während des Aufbaus die Hütchen verschleppt, denn beim Aufräumen kam mir meine Tochter mit einem entgegen und fragte nach dessen Platz im Geräteraum. Also muss er irgendwo draußen gewesen sein…

Die nächste (wirklich existente) Station bestand aus einer in die Sprossenwand eingehängten Bank und einem Rollbrett. Die Mamas sollten sich da drauf legen und mit dem Nachwuchs auf dem Rücken unten durch rollen. Ein expliziter Hinweis darauf, dass die Kinder den Kopf beim der Fahrt unter der Bank durch den Kopf einziehen sollten wäre für den einen oder anderen Kopf gesünder gewesen. Aber es fuhren ohnehin die wenigsten den geplanten Weg. Nachdem ich nämlich einer Mutter mit meiner Tochter den ursprünglichen Plan gezeigt hatte, schossen plötzlich unzählige Kinder auf Rollbrettern durch die Halle… (Geplant war, dass die Kinder sich allein auf die Bretter legen und von der Mutter dann so weit wie möglich vorwärts geschoben werden. Also ähnlich wie Speerwerfen ohne Speer dafür auf dem Boden mit Rollbrett und Nachwuchs. In der Vorbereitung war ich mir nicht sicher, wie gefährlich das mit unserem Chaostrupp sein würde. Aber wozu macht man als spontaner Mensch pläne, wenn nicht, um sie umzuwerfen… Und da unsere Gruppe ja recht klein ist, gab es immer noch ausreichend Platz in der Halle, um die Kinder wild herum zu rollen.)

Miteinander unten durch

Miteinander unten durch

Weiter war geplant, dass die Mamas sich an die Ringe hängen, die Kinder mit ihren Beinen umklammern und dann ein wenig schaukeln. Allerdings hatte ich mit Müttern und Kindern Mitleid und hängte eine Querstange zwischen die Ringe ein, sodass wir eine Schaukel hatten. Den Kindern machte es so auch mehr Spaß.

(Da ich mal wieder meine Kamera zwar dabei hatte, aber das Knipsen vergessen habe, muss hier die Phantasie herhalten, denn die Komplexität der Station verleitete mich dazu, auf das Aufbaubild zu verzichten).

Das gemeinsame Springen fand leider nicht wirklich statt. Dabei hatte ich extra ein Geländer beim Aufgang auf den Kasten über die Bank eingebaut (Stufenbarren). So hätten auch die kleinen vor der Mama her alleine hoch laufen können. Aber so ist es eben manchmal. Die Menschen machen einfach das was sie wollen statt das, was ich will. (Nach dem Aufstieg hätte die Mutter erst abspringen sollen und dann das Kind auffangen, sofern nötig).

Miteinander springen

Miteinander springen

Zuletzt gab es dann noch die Balance-Station. Hier war gedacht, dass die Mütter neben ihrem Nachwuchs über eine auf zwei Kästen liegende Bank laufen. Dazu war die Station extra an einer Wand aufgebaut, sodass die Kinder auf der Wandnahen Bank zur einen Seite die Mutter, zur anderen Seite die definitiv nicht von Höhenangst geplagte Wand hatten. Im Anschluss an die Station standen noch Kastenteile, die überstiegen oder durchkrabbelt werden konnten.

Gemeinsam oben drüber

Gemeinsam oben drüber

Nun. Die meiste Zeit schossen die Kinder auf den Rollbrettern durch die Halle. Meine Tochter stellte sich dabei vor, auf einem Pferd zu reiten und führte dieses regelmäßig in den Stall (unter die Bänke der “Gemeinsam oben drüber”-Station), um dann schnell die Brücke über den reißenden Fluss zu überqueren (der Stall löste sich in dieser Zeit wohl in Luft auf). Ich kann nur hoffen, dass auch die anderen Kinder ähnlich viel Freude an der Stunde hatten.

(Und nun wieder der geschummelte korrigierte Stundenentwurf – eigentlich habe ich das ja schon zu Beginn gemacht…)

Nun durften die Kinder das Handy unter der Matte wieder retten. Dazu sollten sie ohne Hilfe der Erwachsenen die Matte anheben, während die Mamas schnell drunter krabbeln mussten, um es zu holen. Und voller Stolz kann ich sagen, dass die Kinder dies auch wirklich geschafft haben. Gemeinsam hoben sie die große Weichbodenmatte lange genug an, damit eine Mama das nervige Teil hervor ziehen konnte.

Dann bauten wir ab und es ging zurück nach Großostheim.

Nach den Abschlussliedern öffneten wir noch das vorletzte Kistchen unseres Adventskranzes (es ist erstaunlich wie viele Kinder ich seit der Adventszeit immer direkt neben mir sitzen habe….). Diesmal Luftballons für Wasserbomben drin. Dann auch im Winter macht es in der Wanne einen irren Spaß, mit ihnen zu spielen, sie die Wannenschräge herab rollen zu lassen, etc.

Ich hoffe, die Mamas haben auch noch zu Hause Spaß.

Geschrieben von admin am Dienstag 15. Dezember 2009

Der Nikolaus ist ausgeflogen

Nach dem Weltuntergangsturnen von letzter Woche verlief wieder alles in geordneten Bahnen.

Stundeneinstieg war wieder der gute Sauseschritt mit anschließenden Bahnen (übrigens stellt sich meine Kleine auch schon im Mama-Kind-Turnen für die Kleineren an der Wand auf und ist doch tatsächlich traurig, dass da nicht gerannt wird…).

In der Kreismitte erzählte ich den Kindern dann, das wir ja eigentlich den Nikolaus besuchen wollten (Stunde war am 08.12.). Höflich wie ich bin, war ich vorher bei ihm und musste feststellen, dass er leider schon ausgeflogen war. Alles was ich noch vorgefunden habe, war sein Stiefel (der von meinem Ski-Schuh-Größe tragenden Ehemann), seine Mütze (Nikolausmütze) und ein Sack – natürlich leer. Offenbar hatte er schon alles an die Kinder verteilt….

Aber das Haus vom Nikolaus war sehr interessant. Vor allem sein Trimm-Dich-Fit-Raum, in dem er offenbar übt auf Dächer zu klettern, auf ihnen herum zu spazieren und in Schornsteine zu klettern. Das fanden die Kinder äußerst interessant.

Und so fuhren wir stilvoll nicht mit der Bahn, sondern auf großen Rentieren zum Nikolaus – und in einem Schlitten (alter großer Schlitten aus unserem Keller auf Rollbrettern).

Dort angekommen bauten wir dann zunächst das Niko-Haus. Danke an unsere unwilligen Turnbänke. Da diese dem Druck der kleinen blauen Matten immer nachgaben, mussten wir sie mit Seilen zusammenbinden. Dies sorgte dafür, dass die Kinder wahlweise darüber steigen oder unten durch kriechen mussten.

Haus vom Nikolaus

Haus vom Nikolaus

(Der Aufbau besteht aus zwei parallel stehenden Bänken, zwischen denen drei blaue Matten eingeklemmt stehen – wie erwähnt, mussten wir die Bänke im richtigen Abstand zusammenbinden, was ganz links auf dem Bild noch zu erkennen ist. Hinten stehen nochmals sternförmig blaue Matten, die von (kooperativen) kleinen Kästen in Position gehalten werden. Das Haus hat also einen langen schmalen Zugang und dann drei kleine Fenster/Notausgänge. Das ganze wird von einem Schwungtuch abgedeckt).

Als zweite Station bauten wir den Trimm-Dich-Fit-Raum auf. Hier durften die Kinder über einen schräg gestellten Kastendeckel auf den offenen Kasten (der mit einer Matte in der Mitte gesichert war) auf einen Sprossenleiter umsteigen, die zum Reck führte. Dort konnten die Kinder entweder auf die andere Sprosse umsteigen und dann über eine Bank herunter rutschen oder sich zum Kamin hangeln und in diesen hinab steigen (war etwas anspruchsvoller). Wer sich nicht traute, konnte auch auf den Wintergarten klettern (Kasten neben dem Schornsteinkasten) und von dort in den Schornstein klettern. Damit wir am Ende nicht lauter Räucherkinder haben, war eine Strickleiter im Kamin (mehrteiliger offener Kasten ohne Rollteil, damit sich keiner weh tut), über die die Kinder wieder heraus konnten. Die Schornsteintiefe kann je nach Alter der Kinder variiert werden. Da ich letzte Stunde die großen mit dem großen “Sprungturm” (Wichtelwerkstatt) bevorzugt hatte, blieb der Kamin diesmal niedriger, was die Kinder aber nicht beeinträchtigte. Die älternen Kinder fanden auch so “wilde” Wege, um den Mamas das Herz still stehen zu lassen…

Trimm-Dich-Fit

Trimm-Dich-Fit

So unruhig die letzte Stunde war, so fröhlich war diese. Man glaubt es kaum aber wenn man vor Freude gilfende Mädchen hört, dann geht einem auch in einer lauten Turnhalle das Herz auf…

Dennoch musste auch diese Stunde zu Ende gehen. Und die Freude der Kinder war groß, als ich nach dem Abschlusslied eine kleine Schummelei gestanden habe. Der Sack vom Nikolaus war nämlich garnicht leer. Ich habe den Inhalt nur einfach schon vorher heraus genommen und in unseren Turnstundenadventskalender gesteckt. Kaum zu glauben, wie schnell die Kleinen um einen herum stehen, wenn ein Hauch von Schokolade in der Luft liegt…

Bleibt zu hoffen, dass die nächste Turnstunde auch wieder zu den schönen und nicht zu den gefühlt chaotischen gehört (die Eltern fanden den Wichtelalptraum nämlich garnicht so alptraumhaft).

Geschrieben von admin am Samstag 12. Dezember 2009

Kommando Bimberle – Regeln

Noch ein Nachtrag zum Artikel “Kommando Spaß” für die, die die Regeln, evtl. garnicht kennen:

Bei Kommando Bimberle handelt es sich um ein Pfandspiel wie auch z.B. “Alle Vögel fliegen hoch”.
Einer ist der Spielleiter, der die Kommandos vorgibt, die von allen Mitspielern ausgeführt werden müssen. So z.B. Kommando Bimberle für das Trommeln mit den ausgestreckten Zeigefingern auf die Tischkante. Kommando Hoch für das Hochwerfen der Arme, Kommando Faust für das Ballen der Fäuste auf der Tischplatte, etc.
Die Befehle werden von den Mitspielern nur dann ausgeführt, wenn der Spielleiter auch “Kommando” zum Befehl dazu sagt. Gibt er nur einen Befehl vor (”Faust”), dann führt er ihn aus verwirrungstaktischen Gründen zwar aus, die anderen Spieler dürfen aber nicht mitmachen. Wer sich doch verleiten lässt, gibt einen Pfand ab. Um den Pfand wieder auszulösen, müssen Aufgaben erfüllt werden (wir erinnern uns sicher alle noch, wie wir unflätige Worte aus dem offenen Küchenfenster rufen oder einen unschuldigen Mitspieler küssen mussten).
Die Vögel funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Der Spielleiter ruft “Alle XXX fliegen hoch”. Wenn XXX tatsächlich fliegen kann, müssen die Mitspieler die Arme in die Luft werfen. Andernfalls müssen sie unten bleiben (Spielleiter darf natürlich immer die Arme hochwerfen, bzw. unten lassen, wenn er mag, denn auch so kann man seine Mitspieler bei gültigen Begriffen in die Irre führen).  Fliegen können nicht nur Vögel, Flugzeuge, geflügelte Insekten, etc. sondern auch Federbälle, Kreidestücke, etc. Wobei es sich da schon lohnt, Einschränkungen vorzunehmen, denn der pfiffige Spieler argumentiert natürlich, dass auch Stühle, etc. fliegen können. Und mit Hilfe eines Flugzeuges muss nicht mal Herkules ran, wenn es um die Streitfrage geht, ob auch Elefanten fliegen können. Von daher sollte die Flugobjekte aus eigener Kraft fliegen können oder zum Fliegen gedacht sein (Federbälle).

So weit sind wir aber noch nicht. Unsere Kinder sind ja klein und da fliegt nur, was tatsächlich fliegen kann und die Kommandos reichen von räubern (wenn wir gerade beim Essen sind, bzw. waren, dann wird vom Nachbarteller geräubert) über weinen (Lieblingskommando der 1,5jährigen) bis hin zu als erster auf dem Spielplatz sein….

Geschrieben von admin am Samstag 12. Dezember 2009

Bei den Wichteln – Schlimmer geht’s nimmer?

Die gestrige Stunde hat mir fast die Tränen in die Augen getrieben. Aber nicht vor Freude… Wobei ich seit heute “weiß”, dass es mit dem anstehenden Vollmond zusammenhängt.

Was auch immer der Grund dafür war, es war sehr anstrengend.

Die Stunde begann wie immer mit unserem “Einlauf” auf 1,2,3 im Sauseschritt (schon hier waren die Kinder irgendwie weinerlich und quengelig), ging dann mit den üblichen “Rennrunden” weiter zur Mitte hin. Dort zeigte ich den Kinder unseren Adventskalender. Dazu hatte ich vier (wir haben noch vier Stunden vor Weihnachten) runde hübsche Dekoschachteln (die vierte war in Wahrheit weder hübsch noch dekorativ sondern eine in Alufolie eingewickelte leere Cd-Spindel (25er)) mit einer Baumgirlande und einer roten Perlenkette umwickelt und Weihnachtsbaumähnlich drapiert. Obwohl ich meine Foto dabei hatte, habe ich kein einziges Bild gemacht, also muss heute mal die Phantasie bemüht werden. Tut mir leid, aber an etwas anderes als alles irgendwie zusammenzuhalten konnte ich wirklich nicht denken.
Die Kinder erzählten von ihren Adventskalendern, ihren Weihnachtswünschen und so kamen wir drauf, dass die Weihnachtswichtel gerade ganz schön viel zu tun haben, da sie ja die gewünschten Dinge herstellen, verpacken und an Nikolaus und Weihnachtsmann ausliefern müssen, damit diese dann die Kinder bescheren können. Und so verwandelten wir uns in Wichtel. Alle Kinder sollten dazu Geschenke (Medizinbälle in kleinen Größen) durch die Halle rollen, werfen, kicken, tragen, etc. Leider hatte ich mich dazu hinreißen lassen, die Weichbodenmatte der Vorgruppe liegen zu lassen, damit diese sie nicht wegräumen müssen – wir würden sie ja gleich wieder brauchen. Nun zeigte sich aber, dass die Bande einfach um diese Matte herumlungerte und sich kaum bewegte. Auch die Eltern nutzten die gemütliche Ausruhstelle. Und weil der CD-Player das dazugehörige Lied (Wir sind die sieben Weihnachtswichtel von Detlev Jöcker) einfach nicht laut abspielen wollte, kapitulierte ich und holte gleich die Eisenbahn. So fuhren wir direkt zu den Wichteln. Dort angekommen, teilte ich die Eltern in zwei Gruppen, eine große und eine kleine. Es gab nur zwei Stationen und die kleine war auch fix aufgebaut.
Diese war der Schornstein, den die Geschenke zur Qualitätskontrolle hintunter gerollt werden sollten. So konnten die Wichtel gleich sehen, ob die Geschenke incl. der Verpackung den Wurf durch einen Schornstein überstehen würden.

Schornstein-Qualitätskontrolle

Immerhin ging an dieser Stelle der Plan auf, dass die Kinder an der schnell Aufgebauten Station beschäftigt sein würden und uns nicht zwischen den Beinen herumlaufen würden. Zumindest zu 80%.

An anderer Stelle sollte die große Gruppe die Werkstatt errichten. Leider bestand die Gruppe plötzlich nur aus drei Personen, was nicht in erster Linie mit der Faulheit der Helfer sondern mit unglücklichen Umständen zu tun hatte. Von den drei Helfern konnte auch noch einer nichts schweres Heben, sodass wir faktisch nur zu zweit waren. Was wohl auch nicht so tragisch gewesen wäre, wenn…. In unserer Halle gibt es sechs Bänke. Zwei davon hätten über zwei sich gegenüberstehende Kästen gelegt werden sollen. Wir erwischten natürlich die einzig kurze Bank, was wir zunächst nicht wussten. Wir richteten die Kästen nach der Bank aus und holten dann die nächste, nur um festzustellen, dass diese zu lang war. Erste Bank umsonst gehoben… Wir holten die nächste, da wir für die Station 4 Bänke brauchten. Wieder nichts. Die vierte war auch zu lang. Das Herschleifen und anheben der Bänke war erschöpfend genug. Leider gehörte meine Tochter zu den 20% der Kinder, die nicht brav an der bereits aufgebauten Station spielten. Sie kabbelte sich mit einem anderen Kind aus der Gruppe der Aufmüpfigen und natürlich flossen dann die Tränen. Ein weindendes Kind, das auf den Arm will und Puzzelspiel mit Turnbänken – ich kann mir meinen Nachmittag schöner vorstellen!

So hantierten wir also unter gewissem Stress mit den Bänken. Als wir endlich zwei Bänke richtig angeordnet auf den Kästen hatten, musste ich den Müttern leider mitteilen, dass wir nun noch eine Weichbodenmatte oben auf legen müssen…. Aber auch das geland, die zweite auf die Bänke unten, Treppe aus kleinen Kästen gebaut und schon wuselten die ersten Kinder hoch und stürzten sich fröhlich in die Tiefe. Wer das Computerspiel “Lemminge” kennt (oder eine der vielen Variationen), der hat eine recht gute Vorstellung davon, wie Aufbau und Nutzung aussahen – kaum war ein Stück Treppe aufgebaut, schon stand ein Kind drauf, etc. Am Ende stürzten sie alle ins Ziel.

Wichtelwerkstatt

Eigentlich hätte jetzt alles friedlich sein können. Aber wie das mit den bevorstehenden Vollmonden so ist, werden alle wild (angeblich). Und so reihte sich ein heulendes Kind ans nächste. Dabei gab es keine wilden Stürze oder ähnliches.

Höhnepunkt der Aufbauten war dann auch die Werkstatt, die allerdings nicht wie erhofft auch als Höhle genutzt wurde. Zweiter Renner waren die Schlitten (Kastendeckel auf Rollbrettern). Mein Höhepunkt war das Winken am Ende.

Wie immer empfanden es die anderen garnicht so wild wie ich. Aber wild war es dennoch. Glücklicherweise lässt sich zumindest laut Aussage der Erwachsenen keiner davon abschrecken und alle wollen wieder kommen ;-) .

Eine besinnliche Weihnachtszeit!

Ach übrigens haben wir den “Adventskalender” am Ende der Stunde geöffnet. Weil die Kinder nicht immer Süßzeug bekommen sollen, waren Sticker drin (die auch wunderbar in Mamas Gesicht aussehen…).

Geschrieben von admin am Mittwoch 2. Dezember 2009

Bei Pinguin, Eisbär und Co

Eine Stunde, wie sie nicht wirklich geplant war – und das war ganz und garnicht schlimm….

Den Anfang bildete wie immer der gute Herr Jöcker mit seinem Sauseschritt. Die erste Laufbahn legten wir rennend zurück, die zweite im (Eis-)Bärengang und die letzte bis zur Hallenmitte watschelnd wie die Pinguine.

Dort angekommen erschien Plitsch, der Pinguin (übrigens wieder einmal eine Eigenkreation aus Pappmaché). Er reiste gerade durch die Welt, um ein paar Freunde zu sich einzuladen, weil er schon lange mal wieder ein wenig Spaß haben wollte. Da er direkt am Nordpol wohnt, sucht er erstmal andere Tiere, die auch an Kälte gewöhnt sind und sich in der herben Schneelandschaft wohl fühlen würden.
Die kleinen Tierfreunde überlegen gemeinsam, welche Tiere das wohl sind. Zur Wahl stehen die kleine schneeweiße Robbe, der Eisbär, eine Schneeeule und natürlich Plitsch der Pinguin sowie ein Braunbär, ein Fuchs, ein Affe, ein Nilpferd und eine Fledermaus. Die Tierexperten kommen schnell überein, dass die weißen Tiere wohl eher in eine Schneelandschaft passen als die braunen und schwarzen. Keines der Kinder kommt darauf zu hinterfragen, warum um alles in der Welt der Pinguin dann schwarz-weiß ist, wenn er sich doch auch im Schnee verstecken will…

Wer wohnt wo

Wer wohnt wo

Nachdem wir die Tiere sortiert haben, geht es los mit dem Pinguin-Song. Passend zum Inhalt des Liedes fangen wir eine Pinguin-Polonaise an. Geplant war, das ganze abzubrechen, wenn die Pinguine dann über eine Eisscholle tanzen, damit wir diese zusammen mit den Kindern erstmal holen (kleine blaue Matten auf dem Boden, bzw. eine Weichbodenmatte über einen Kastendeckel gelegt, damit wir am Ende auch irgendwo herunterrutschen können). Die kleinen Tierexperten, die sich gerade in Pinguine und Eisbären verwandelt haben, geraten aber außer Rand und Band und machen eine wilde Polonaise. Somit verschieben wir unser Vorhaben, einmal gemeinsam aufzubauen. Nachdem der Pinguinsong dann vorbei ist, knüpfen wir an unserem nun variierten Plan an. Dazu überspringen wir den Zugteil, der heute ohnehin nicht als Zugfahrt stattgefunden hätte. Die Tierexperten wären auf Eisschollen (blauen Matten) an den Nordpol geschwommen (Antrieb wären die lieben Mamas und Papas gewesen).

Die Tierexperten in Pinguin- und Eisbärenform helfen stattdessen gemeinsam, Kastendeckel und kleine Matten aus dem Geräteraum zu holen. Dies glückt aufgrund des gemeinsamen Bemühens sehr gut. Besonders stolz sind alle, als wir den Wagen mit den beiden Weichbodenmatten gemeinsam raus schieben.
Das ganze wird zu einem kleinen Eisberg drapiert, auf dem alle Tiere, verzauberten Tiere und Tierexperten gemeinsam herumtollen.

Über die Eisscholle rutschen

Über die Eisscholle rutschen

. Eine Expeditionsbegleiterin bewegt sich ständig um den Berg herum und versucht ein Unglück zu verhindern, damit die übrigen Begleiter Zeit haben, die restliche Landschaft zu gestalten.

So entsteht relativ stressfrei ein neuer Schneeberg, auf den es herauf zu klettern gilt (Treppe aus Kästen). Eine Gletscherspalte macht das ganze ein wenig anspruchsvoller, kann aber auch von den Jüngeren überwunden werden (Spalt zwischen zwei Kästen, der mit einer kleinen blauen Matte ausgefüllt ist). Oben auf dem Berg angekommen, haben die Expeditionsmitglieder eine herrliche Aussicht auf einen großen fluffigen Scheeberg (Bettlaken mit Luftballons gefüllt). Mutig springen alle hinein (und johlen, wenn einer dabei zerplatzt). Damit das ganze nicht wie bei den Lemmingen abläuft und jeder nur einfach so vom Berg stürzt, hängt eine große Schneeflocken über dem Schneehaufen. Diese gilt es zu fangen (Luftballon an Ring, der berührt werden soll). So bemühen sich alle, möglichst hoch und weit zu springen. Und voller Stolz glänzen die Augen derer, denen es glückt, die Flocke zu berühren!

In den Schneehaufen springen

In den Schneehaufen springen

Zuletzt gibt es noch den Parcours unter den Eisschollen hindurch. Es muss gekrochen und überwunden werden. Zuletzt darf noch wild gesprungen werden!

Unter den Eisschollen hindurch

Unter den Eisschollen hindurch

Nach einiger Zeit aber beschließen die Pingus und Eisbären, dass sie lieber unter dem Schneeberg hindurch kriechen wollen, anstatt oben drauf zu tollen (und Purzelbäume von der erhöhten Kante auf den Boden zu machen). So wird ein zweiter Kasten zugefügt, alles ein wenig verschoben und schon kann nichts mehr passieren und keiner mehr gequetscht werden. Obwohl ja inzwischen eh alle unten drunter liegen – wer sollte da noch oben drauf herum springen.

Und weil Eisschollenfahrten so spannend sind, wird beim Aufräumen jede Matte mit den kleinen Wilden besetzt und zum Wagen gezogen. Energiegeladene Eltern machen noch eine Rundfahrt durch die Halle.

Zum Schluss fahren alle dann doch mit der Eisenbahn zurück. Schließlich macht Schneespringen ganz schön müde….

Geschrieben von admin am Mittwoch 25. November 2009

Bei den Piraten – Sternstunde

Achtung, Achtung! Es wird empfohlen, Abstand zu wahren und die Luft anzuhalten. Es könnte gleich stinken!

Die Piratenstunde ist die erste Stunde, nach der ich nach Hause gegangen bin und dachte, ja, das war es. So muss es immer laufen. Die Kinder waren hin und weg.

Angefangen haben wir wie immer mit 1,2,3 im Sauseschritt von D. Jöcker (Bei Youtube kann man mal reinhören – z.B. auf dem Video von zwei gutgelaunten jungen Grazien…). Danach liefen wir unsere üblichen 2,5 Bahnen. Während der esten Rennbahn (einfaches Rennen) ließ ich die Kinder schon furchterregend schreien – wie die Piraten eben. Das ging in die Hose. So hätten sie nicht mal einen Maus in die Flucht geschlagen. Die zweite Runde war dann schon erfolgreicher. Die letzte halbe Runde bis zur Hallenmitte hüpften wir mit “zusammengebundenen” Füßen.

In der Mitte kam dann Pirat Pit zu uns, der seine verschlossene Schatzkiste dabei hatte.

Pirat Pit mit Schatztruhe

Der gute ist eine Handpuppe, die auf einem Kochlöffel sitzt. In einem gesonderten Beitrag werde ich – so Gott will – mal schreiben, wie ich den guten Mann gebaut habe…

Auf alle Fälle wollte Pit seinen Schatz nicht mit den Kindern teilen. Piraten teilen nicht oder wenn, dann höchstens mit anderen echten Piraten. Er wollte wissen, ob die Kinder denn echte Piraten seien, worauf alle zustimmend durcheinander riefen, während sich einige von der Seite an die Kiste schlichen. Pit wollte den Kindern nicht so recht glauben, denn er ist ein sehr skeptischer Pirat. Er forderte Beweise. Und zwar jede Menge Beweise. So verlangte er als erstes, dass die Kinder Gefangene machten, wie es sich gehört. Und damit sie auch einen echte Chance haben, hat er ihnen Schwerter mitgebracht (Modellierballons ), die er erfreulicherweise bereits gebrauchsfertig in einem Sack versteckt hatte. Auf geht es dann mit der Jagd auf die lieben Eltern, denn wen sonst sollten die Kinder einfachten! Ringe markieren Flächen, aus denen die Gefangenen nicht wieder entwischen können. Musikalisch wurde das ganze Spektakel mit dem Räubersong von Suljic (Unsere schönsten Liedertänze) unterlegt. Aufgrund des wilden Gejohles hat das aber keiner gehört. Nachdem die Kinder dann einige Zeit die natürlich unbewaffneten Erwachsenen gejagt hatten, machten wir uns auf zum Piratenriff. Selbstverständlich fahren echte Piraten nicht mit der Eisenbahn dorthin… das wäre wahrhaft lächerlich. Daher ließen wir die Schnuff-Schnuff-Bahn im Bahnhof stehen und bestiegen die bereits in der Bucht liegenden Boote (umgedrehte Kastendeckel auf Rollbrettern mit Seil zum Ziehen). Auch Piraten singen, wenn sie reisen. Natürlich nicht das Eisenbahnlied. Daher johlten wir den Song “Kaperfahrt” (die Version von den Ärzten entspricht noch am ehesten der Kinderversion). Den Text haben wir dem Anlass angepasst (Wer will mit uns zum Piratenriff fahren, das muss ein Kind mit …. sein. Ja, der …, der darf mit, denn der hat …., denn der hat ….. Ja der …., der darf mit, denn der hat … drum darf er mit. Ho, ho, hohoho, ho, ho , ho, hohoho, ho – die Punkte stehen wir eigenart der Kinder, wie z.B. blonde Locken, rote Schuhe, etc.). Da außer Pit leider keiner dieses alte Lied kannte, sag er es halt allein. Was nicht weiter tragisch war, denn ein Kind schlug für die Gefangenen an den “Rudern” (Seilen) auf einer Kindertrommel den Rudertakt, was Pit fast vollständig übertönte. So ging es mit erneutem Johlen zum Piratenriff. Dort angekommen machten sich die Gefangenen sogleich an den Bau des Schiffes.

Ein kleines Außenboot wurde an der Bootswand befestigt und einige Piraten waren stets vor Ort, um im Fall der Fälle sofort zu einem zu kapernden Schiff übersetzten zu können.

Außenboot

Ebenfalls stets besetzt war der Mast. Jedes erfolgreiche Piratenteam sollte stets einen Mann im Ausguck haben, damit ihnen ja kein Schiff und vor allem kein Schatz entgeht. Die besonders mutigen Piraten ließen sich immer wieder eiskalt vom Ausguck fallen, um den Notfall zu trainieren – es könnte ja auch mal einer das Piratenschiff überfallen und dann würden sie diesen leichtsinnigen Menschen einfach oben drauf springen…

Ausguck

Und zuletzt gab es noch die Planke. Um sich sicher zu sein, dass das Schicksal furchterregend genug war, übten die Piraten selbst über die Planke zu gehen und sich in die Fluten zu stürzen (welche aus weichen Schaustoffstangen und Bällen bestanden – die nur angedeutete Matte links gehört zum Mast und soll zeigen, dass die einzelnen Elemente verbunden sein sollten).

Planke

Nachdem die Piraten lange genug geübt hatten, fuhren sie wieder zurück zu Pit. Dieser erwartete die Kinder schon im Kreis. Bevor er jedoch seine Entscheidung bekannt gab, ob er die Kinder als Piraten anerkannte oder nicht, sangen wir noch unsere Abschiedslieder. In dieser Zeit saßen die kleinen Piraten Pit fast auf dem Schoß. Der eine oder andere versuchte auch wieder, die Kiste irgendwie zu erlangen oder zumindest einen Blick in ihr inneres zu erhaschen. Natürlich ließ Pit dies nicht zu. Und dann endlich kam das erlösende Urteil. Aus den Nachwuchspiraten wurden echte Piraten und jeder durfte nun Anteil am Schatz haben. Die Kiste öffnete sich und Gold, Silber und Münzen blitzen die Kindern entgegen (mit Gold- und Silberfarbe besprühte Steine sowie Schokomünzen, die jetzt zur angehenden Weihnachtszeit überall erhältlich sind – Steine und Münzen waren gleichermaßen begehrt…).

Voller Stolz winkten die Kinder Pit ein letztes Mal zu, bevor dieser sich wieder auf den Weg machten, neue Schäzte anzuhäufen!

Geschrieben von admin am Dienstag 24. November 2009

Bei den Zwergen im Zoo

Nach Urlaub und Krankheit komme ich nun wieder zum Schreiben. Leider sind in der Zwischenzeit die Stunden “Im Reich der Sinne”, “Regentropfen” und “Gespenster” untergegangen. Vielleicht komme ich noch zum Nachtragen. Aber das Leben hält mich auf Trab…

So. Das Kinderturnen vom Dienstag nun: wir waren bei den Zwergen im Zoo. Allerdings waren wir bei aufmüpfigen Zwergen. Die hatten es nämlich total satt, immer nur die üblichen Tiere im Zoo zu sehen. Bei den Zwergen sind das nämlich Spinnen, Käfer, Raupen etc. (ich gehe herum und zeige lebensgroße, d.h. kleine Insekten herum und die Kinder bestaunen sie). Viel lieber würden die Zwerge mal so aufregende Tiere wie Löwen und Elefanten in ihrem Zoo betrachten. Da kommt ein besonders schlauer Zwerg auf die Idee, die großen Tiere doch einfach klein zu zaubern, damit sie in den Zwergenzoo passen. Dummerweise können Zwerge garnicht zaubern. Und weil sie es trotzdem versuchen, nimmt das Unglück seinen Lauf. Aus den stolzen Tieren werden merkwürdige kleine Wabbeltiere! (Tierluftballons, z.B. bei MyToys bestellbar). Diese können nicht laufen, weil sie so unförmig sind. Daher lassen wir sie ein wenig auf dem Schwungtuch springen. Natürlich springen die Kinder mit, bzw. laufen unten durch, wenn das Tuch ganz oben ist. Oder sie retten die zusammengeklebten Tiere – die Biester versuchen nämlich ständig zu kuscheln, anstatt wild und gefährlich zu sein!

Danach steigen wir in den Zug – die Tiere sind mit dabei (unaufgefordert – aber wer lässt schon so ein unterhaltsames Tierchen unbeachtet irgendwo liegen). Auf geht es in den Zwergenzoo.

Dort bauen wir erst einmal ein Affengehege auf.

Affengehege

Die wildgewordenen Racker klettern hier mit ihren Tieren herum und kugeln den Affenberg herunter. Was für ein Gejohle!

Als zweite Station steuern wir das Aquarium an. Dort verstecken sich im Seetang (Schaustoffteile) so einige Tiere. Zugang erhalten wir durch eine enge Schleuse. Aber für die Kinder ist es natürlich kein Problem, so hinein zu gelangen.

Aquarium

Zuletzt besuchen wir noch das Nilpferdbecken. Hier können die Zoobesucher den Aussichtssteg entlang spazieren und schließlich ins Becken zu den Nilpferden springen. Einige Affen scheinen aus dem Gehege ausgebrochen zu sein, denn immer wieder finde ich einen an der Kletterwand. Die ausgebüchsten Tiere sind nicht daran zu hindern, aus ihnen vertrauten Höhen von den Sprossen direkt ins Becken zu springen. Die tollkühnen unter ihnen hängen an ihren Sprung gleich noch eine Rolle vorwärts an. Verständlich, dass die trägen Nilpferde sich da schnell verziehen und der ganze Zoo von den Affen eingenommen zu sein scheint.

Nilpferdbecken

Um die armen Tiere nicht völlig verrückt zu machen, verlassen wir nach einem lustigen Tag im Zoo das Zwergenland wieder und machen uns auf den Weg nach Großostheim. Nur schwer trennen sich die Kinder von den Tieren.

Geschrieben von admin am Donnerstag 12. November 2009

Kommando Spaß!

An Regentagen fragt man sich ja immer wieder, was man mit seinen Kindern unternehmen könnte. Mein Mann kam neulich auf die Idee, mit den beiden Kleinen Kommando Bimberle zu spielen.

Ich muss gestehen, zunächst war ich mehr als skeptisch. Mit hochgezogener Braue dachte ich, mein Mann versucht wieder wilde Dinge mit unseren noch zu jungen Kindern – immerhin sind sie erst gerade 3 Jahre, bzw. 18 Monate alt.  Aber ich habe mich getäuscht. Auch die Kleine spielt schon voller Begeisterung mit, sofern man die Anzahl möglicher Kommandos beschränkt und ihr Zeit lässt (wir spielen ohnehin ohne Zeitdruck und das Ziel ist es einfach nur, dass alle den laut gerufenen Befehl ausführen). So trommeln beide mit ihren kleinen Fingerchen für Kommando Bimberle auf dem Tisch, ballen Fäustchen, werfen die Arme in die Höhe, usw. Die Große hat Freude daran, auch neue Kommandos zu „erfinden“ und so gibt es auch Kommando Lachen, Kommando Weinen, Kommando Räubern (z.B. vom Nebenmann am Essenstisch – ja, wir spielen manchmal auch am Ende des Abend- oder Mittagessens…).

Ob mein Mann nun die Kinder richtig eingeschätzt hat oder ob das in die Kategorie „Huhn und Korn“ gehört, will ich gar nicht wissen. Immerhin haben die Kinder ein neues Lieblingsspiel und wir eine zusätzliche Beschäftigungsmaßnahme, wenn es aus irgendeinem Grund „sitzenbleiben“ heißt.

Geschrieben von admin am Mittwoch 7. Oktober 2009

Der Zauberer Schrappelschrut

Nach unserem üblichen Einstieg (1,2,3 im Sauseschritt von Jöcker und Bahnen rennen), kommt der Zauberer Schrappelschrut (Luftballonkopf mit Halloweenperücke und Zauberhut. blaues Tuch als Körper mit meiner Hand drunter, schwarzer Handschuh als Zaubererhand) zu den Kindern. Der arme Kerl ist überfallen worden und jemand hat im seine Eule Huhu gestohlen, sie in einen Käfig gesperrt und irgendwo versteckt (Plüscheule ist im Katzentransportkäfig hoch oben an den Ringen aufgehängt). Die kleinen Zauberlehrlinge sollen dem Zauberer Schrappelschrut helfen, sie wieder zurück zu bekommen.

Zauberer Schrappelschrut - noch mit Eule Huhu

Zauberer Schrappelschrut - noch mit Eule Huhu

Um die Kinder für die schwierige Aufgabe zu motivieren, zaubert Schrappelschrut erstmal ein wenig mit ihnen. So werden sie in Frösche, Löwen, Autos, Flugzeuge etc. verzaubert (Lied Zauberer Schrappelschrut von Jöcker läuft dazu). Schrappelschrut ist von der hervorragenden Leistung der Lehrlinge begeistert, auch wenn die Zauberlehrlingsgehilfen noch viel üben müssen… Schrappelschrut ist sich völlig sicher, dass die Lehrlinge seine Eule finden und befreien werden!

Danach geht es ab mit dem Zauberzug ins Zauberland.

Während die Lehrlinge sich aufgeregt auf ihre Aufgabe vorbereiten und schon mal testen, ob sie schnell genug laufen, wild genug hüpfen und laut genug schreien können, bauen die Gehilfen die Prüfungen auf.

Prüfung Nr. 1

Die Lehrlinge müssen einen steilen Berg  (Weichbodenmatte führt zum Stufenbarren hoch und ist dort eingeklemmt) erklimmen, oben über einen schmalen Grat klettern (Stufenbarren, hinter dem ein 3erKasten steht) und sich anschließend todesmutig in die Schlucht stürzen (2erKasten ohne Deckel – Gymnastikmatten zum Abpolstern sind eingelegt). Doch damit nicht genug. Aus dieser Schlucht müssen sie auch wieder heraus steigen und können sich erst dann vorsichtig einen Gletscher (glatter Kastendeckel lehnt an offenem 2erKasten, bzw. ist daran eingehängt) entlang wieder auf sicheren Boden gleiten lassen.

Schemazeichnung Hindernisparcours

Schemazeichnung Hindernisparcours

(die Matten auf dem Boden sind in der Zeichnung irgendwie verrutscht… sry)

Prüfung Nr. 2

Ein wilder Zauberfluss (zwei kleine blaue Matten an kurzer Seite aneinandergelegt) strömt mit wildem Getose unter den Lehrlingen entlang. Ihre einzige Chance, ans andere Ende zu gelangen ist, über die wackelige Zauberbrücke zu springen (Kasteninnenteile).

Über den Zauberfluss

Über den Zauberfluss

(die blauen Linien in den Kästen deuten die innenliegenden Matten für den Zauberfluss an)

Prüfung Nr. 3

Die Lehrlinge haben die Eule entdeckt und einer nach dem anderen versucht, eine gefährlich schwankende Strickleiter empor zu klettern. Leider ist die Eule durch einen Zauberbann außer reichweite doch als alle Lehrlinge oben angelangt sind und ihre Magie auf den verzauberten Käfig wirkt, löst sich der Bann und der Käfig schwebt zu ihnen herab. Glücklich befreien sie die Eule.

Die gefangene Huhu

Die gefangene Huhu

Zum Abschluss singt der Zauberer Schrappelschrut dankbar mit den Lehrlingen und deren Gehilfen das Abschiedslied.

Geschrieben von admin am Mittwoch 7. Oktober 2009

Reise zum Krok am Nil

Unsere Turnstunde ist sehr klein. Daher können wir nicht viele Stationen aufbauen. Beginn und Ende sind stark ritualisiert (Einstiegslied zum Warmlaufen, gemeinsames Bahnen rennen – um die Wette oder auch nur zum Spaß, dann wird im Kreis das Stundenthema vorgestellt:)

Reise zum Nil – mit Schnappi, dem Krokodil

Als ich diesen Sommer im Urlaub war, lief mir am Nil ein tieftrauriges Krokodil (zwei grün beklebte Schuhkartondeckel mit aufgeklebten Augen) über den Weg. Eigentlich sind Krokodile ja gefährliche Tiere mit erschreckend scharfen Zähnen. Aber dieses war ein ziemlich mitleiderregendes Krokodil. Es hatte nämlich alle seine Zähne verloren. Jetzt konnte es überhaupt nichts mehr essen, so ganz ohne Zähne im Maul. Es wurde immer dünner und war schon ganz schwach.

Schaut, da hinten liegen ein Paar neue Krokodilzähne (am Hallenende liegen auf einer kleinen blauen Matte Wäscheklammern verteilt, bzw. stecken an gespannten Bändern).

Könnt ihr die Zähne einsammeln? Ich habe nämlich das Krokodil dabei, weil es ja sonst am Nil verhungert wäre!

Die kleinen Expeditionsteilnehmer machen sich auf den Weg zum Ufer des Nils, um die Zähne einzusammeln.

Wer einen Zahn hat, kann ihn dem alten Krok wieder am Maul feststecken. Aber nicht nur unten,  „schonscht kann dasch Kroko doch nischt rischtig schprechen“.

Krokodil mit Zähnen

Krokodil mit Zähnen

Ja, wunderbar, liebe Helfer. Jetzt kann das Krokodil wieder zurück nach Hause zum Nil. Los, kommt alle mit, wir wollen es begleiten!

Wir fahren mit der Eisenbahn zu den Krokos.

Unsere Expeditionsbegleiter bauen gemeinsam die Sumpflandschaft auf.

Es entsteht ein alter Kahn (umgedrehter Kastendeckel, der mit Seilen an den Ringen befestigt ist), der über das trübe Wasser (kleine blaue Matten unter dem Kahn) schippert, in dem sicher wilde Krokodile, Schlangen und Piranhas leben. Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir über  den Fluss schippern. Auf dem Wasser schwimmen weitere Krokozähne (Wäscheklammern), die man für ein Kroko am Ufer sammeln kann. (Manche Forscher haben die Schlangen aus der Sumpflandschaft zweckentfremdet und werfen sie als Angeln aus dem alten Kahn. Hin und wieder verwandeln sich diese zurück in Schlangen und sorgen für wildes Gejohle an Bord).

Kahn auf dem Fluss

Kahn auf dem Fluss

Der Sumpf beginnt mit einer Schlangengrube (Seile liegen auf dem Boden), die mit Hilfe eines Stegs (umgedrehte Bank) überquert werden kann. Über einen morschen Baumstamm (kleiner Kasten) gelangt man auf einen größeren Steinbrocken im Wasser (3er Kasten). Von diesem aus führt ein umgefallener Baumstamm (Bank) über das Wasser rüber zu einem weiteren Steinbrocken (4er Kasten). Von dort kann man in einen sumpfigen Teich springen, in dem natürlich keine Schlangen und Krokos wohnen (dicke Weichbodenmatte).

Sumpf am Nilufer

Sumpf am Nilufer

Im Gebüsch wohnt ein bissiges Krokodil (Spielzeugkrokodil Kroko Doc von Hasbro, das zuschnappt, wenn man auf einen bestimmten Zahn drückt – natürlich kann auch jedes andere Krokodil dort wohnen und besucht werden). Wer seinen Mut testen will, muss durch einen engen Tunnel kriechen (zunächst zwei Bänke die parallel auf zwei ebenfalls parallel Stehende 3erKästen hoch laufen). Gestrüpp versperrt den Forschern den Weg. Möglicherweise sind es auch Schlangen, die von den Ästen hängen (an Stöcke gebundene Stoffstreifen, Seile oder Bänder, die quer zwischen den Kästen hängen. Obenauf liegen feste kleine blaue Matten und fixieren die Stöcke und dunkeln den Tunnel ab).  Am Ende gelangt man in Kroko-Nest, in dem das bissige Tier lauert (zwischen den Kästen und der Sprossenwand ein Schwungtuch spannen. Die Forscher können auch direkt hinten unter das Schwungtuch krabbeln, bzw. dort wieder heraus).

Am Ende der Expedition kehren wir alle erschöpft mit der Eisenbahn wieder zurück.

Auch unser Stundenende verläuft stets gleich. Wir laufen nochmals gemeinsam Bahnen. Dabei probieren wir oft nochmals Fortbewegungsmöglichkeiten aus, die uns während der Stunde begegnet sind, z.B. kriechen wie die schlangen oder auf allen vieren wie ein Kroko oder flügelschlagend, wie die aufgescheuchten Vögel oder hüpfend, wie der erschreckte Frosch, etc. Danach singen wir unsere Abschiedslieder und freuen uns auf das nächste Mal).

Geschrieben von admin am Donnerstag 1. Oktober 2009